Ausbildung   oder: Wie werde ich Segelflugpilot?

Infos zu unserem Spezialangebot zur Ausbildung gibt es unter Fluggebühren

Voraussetzungen:

Wenn diese Vorrausetzungen erfüllt sind kann es gleich losgehen. Mit dem Schulungsflugzeug ASK 13 oder auch mit dem Duo Discus fliegt man durchschnittlich 60 – 90 Starts mit Fluglehrer, dabei sitzt man auf dem vorderen Schüler in der Ausbildung Sitz des Schulungsdoppelsitzers, bis man den Fluglehrer überzeugt hat, das Flugzeug voll im Griff zu haben und in Gefahrensituationen richtig zu handeln. Ab jetzt darf man alleine fliegen, d.h. der Fluglehrer beobachtet dann nur noch vom Boden aus und gibt die Anweißungen über Funk durch. Nach drei Alleinflügen hat man dann die A-Prüfung geschafft. Nach wenigen weiteren Starts auf dem vertrauten Doppelsitzer wird man dann auf einsitzige Flugzeugmuster umgeschult, z.B. Astir oder Discus. Nun darf man mit Flugauftrag des Fluglehrers alleine fliegen, man muss aber immer in Reichweite des Flugplatzes sein. Nachdem man auch schwierigere Übungen wie den Seitengleitflug oder sauberes Steilkreisen beherrscht, folgt die B-Prüfung, die den zweiten Ausbildungsabschnitt abschließt. Im dritten Ausbildungsabschnitt, der C-Prüfung, wird das Fliegen in der Thermik geübt, und nach einem 30-minütigen Alleinflug steht am Ende dieses Abschnitts die C-Prüfung an. Eine navigatorische und eine meteorologische Streckenflugeinweisung durch den Fluglehrer schließen zusammen mit einem selbstständig geplanten und durchzuführenden 50 km-Überlandflug, z.B. von Freudenstadt nach Winzeln und zurück, die praktische Ausbildung ab. Bis hierher ist man ca. 30 Stunden geflogen, davon mehr als die Hälfte alleine. Im Winter, wenn nicht geflogen werden kann, findet der Theorieunterricht statt. Unsere Fluglehrer geben die mind. 60 Stunden Unterricht in den Fächern Luftrecht, Navigation, Meteorologie, Technik Verhalten in besonderen Fällen, Aerodynamik und menschliches Leistungsvermögen für die Theorieprüfung und den Unterricht für das Funksprechzeugnis ehrenamtlich. Wenn man das Funksprechzeugnis und die theoretische Prüfung bestanden hat absolviert man die praktische Prüfung (man führt einem Prüfer das Gelernte in drei Flügen vor) und kann dann ab 16 Jahren den Pilotenschein für Segelflugzeuge (GPL) in den Händen halten und darf somit eigenverantwortlich fliegen. Da unsere Fluglehrer alle ehrenamtlich schulen, wird die Ausbildung in unserem Verein sehr viel billiger als an Flugschulen. Man muss aber selbst auch ehrenamtliche Dienste übernehmen, z.B. Startschreiber, Startwindenfahrer usw., denn alleine kommt kein Segelflugzeug in die Luft. Auch das Vorurteil, dass Segelfliegen ein Elitesport sei und sich das nur reiche Leute leisten können, stimmt nicht. Die Kosten sind insgesamt viel geringer als man denkt. Gerade als Flugschüler sollte man auch regelmäßig auf dem Flugplatz sein, damit sich die Ausbildung nicht in die Länge zieht. Doch wer einmal Spaß an der Fliegerei gefunden hat, den zieht es am nächsten Wochenende von alleine wieder auf den Flugplatz. Die Kameradschaft kommt bei uns auf keinen Fall zu kurz, so sitzen z.B. meistens alle nach dem Einräumen der Flugzeuge in die Halle noch zusammen und man tauscht Flugerlebnisse untereinander aus und trinkt gemütlich noch was.